Die
Höhle

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“Durch die Einfügung aller neuen archäologischen Erkenntnisse in die vorhandenen, historischen Hintergrundinformationen, die seit langer Zeit in der wissenschaftlichen Literatur verfügbar sind (und dort oft sogar vergraben waren), glaube ich, in der Lage zu sein, die Person und die Mission Johannes' des Täufers in erstaunlichem Umfang beleuchten zu können - den Mann, den Propheten. Wer war er? Woher kam er? Woran glaubte er, und worum ging es bei der Taufe?”
Dr Shimon Gibson
Die ersten archäologischen Hinweise auf Johannes den Täufer, die in der heutigen Zeit zutage treten
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Die Höhle gilt als die Stelle, an der Johannes der Täufer zum ersten Mal die Einsamkeit in der Wüste suchte (Lukas 1:39 – 40), und an der er zum ersten Mal seine Taufen vollzog.
Die Höhle liegt in den Obstplantagen des Kibbuz' Tzuba, nicht weit von dem Dorf Ein Karem - dem Geburtsort Johannes' des Täufers - im Westen Jerusalems (Lukas 1:39 – 40). Sie wurde 1999 durch Zufall von Dr. Shimon Gibson im Verlauf archäologischer Ausgrabungen entdeckt.
Im Verlauf des 4. und 5. Jahrhunderts n. Chr. wurde die Höhle eingesegnet und von byzantinischen Mönchen als eine Johannes dem Täufer geweihte heilige Stätte der Christenheit genutzt. An ihren Wänden finden sich einige der frühesten bekannten Zeichnungen einheimischer christlicher Kunst, welche Johannes den Täufer, seine Zeichen und die drei Kreuze der Kreuzigung darstellen.
Die Höhle wurde 800 v. Chr. zunächst als Wasserreservoir benutzt. Im ausgehenden 1. Jahrhundert v. Chr. diente sie als rituelles Bad (Mikweh), eines der größten, die in Israel gefunden wurden. In der Höhle wurden zudem ungewöhnliche Einrichtungen entdeckt, die mit frühen Taufritualen in Verbindung stehen, darunter ein einzigartiger Stein, auf dem man die Füße salbte, und der auf die Zeit Johannes' des Täufers datiert wird.
Diese außergewöhnlichen Funde bringen Religion und Wissenschaft zusammen, um die Welt Jesu und seiner Zeitgenossen zu erhellen.